Macht ausgerechnet die DS-GVO die Deutschen beim Datenschutz unvorsichtig?

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Obwohl kaum ein Tag vergeht, an dem kein Verstoß gegen die datenschutz-rechtlichen Vorgaben publik wird, handeln die Deutschen häufig nachlässig in Bezug auf ihre personenbezogenen Daten.

Personenbezogene Daten sind das neue „Gold“

In der zurückliegenden Dekade war im privaten Bereich das Thema Datenschutz eher unterrepräsentiert.
Viele Aspekte aus dem sehr privaten Umfeld wurden nur allzu gern rund um die Uhr (mit)geteilt. Erst nach und nach hat sich zumindest teilweise bei den Deutschen die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Nutzung insbesondere von kostenlosen Apps durch die Weitergabe von personenbezogenen Daten und einer damit verbundenen persönlichen Transparenz „teuer erkauft“ wurde.
Die Digitalwirtschaft nutzt nämlich diese personenbezogenen Daten zu kommerziellen Interessen, nicht zuletzt für sehr zielgerichtete Werbung.

Häufig kommt bei dieser Praxis der Datenschutz zu kurz, denn eine ausreichende Aufklärung über die Verarbeitung und Weiterverwendung der personenbezogenen Daten erfolgt oftmals nur lückenhaft.

Anwender handeln wider besseren Wissens

Die Einführung der DS-GVO im vergangenen Jahr hat das Thema Datenschutz bei vielen Anwendern bewusster in den Focus gerückt.
Eine Studie der Brabbler AG kommt jetzt zu dem überraschenden Ergebnis, dass gerade dieser Aspekt dazu führt, dass eine gewisse Nachlässigkeit mit personen-bezogenen Daten in Deutschland zu beobachten ist.
Zwar sorgen sich im Vergleich zum Vorjahr zunehmend mehr Deutsche um ihre Privatsphäre und sind deshalb auch der Meinung hier mehr Handlungsbedarf zu haben, im Gegensatz dazu sinken jedoch teilweise paradoxerweise entsprechende Schutzaktivitäten.
Ein rapider Rückgang zum Vorjahr ist z. B. beim Umgang mit Hinweisen zum Datenschutz zu verzeichnen.
Ein Grund für diese Entwicklung dürfte ausgerechnet bei der jetzt seit über einem Jahr gültigen DS-GVO liegen.
Bei der Umfrage hat sich nämlich herausgestellt, dass die Befragten jetzt der Meinung sind, dass ihre personenbezogenen Daten besser geschützt sind als vor dem Inkrafttreten der DS-GVO.

Bisher keine weitreichenden Konsequenzen trotz Datenschutz-Skandalen

Dieses Paradoxon zeigt die Umfrage der Brabbler AG besonders bei der Nutzung des Social Media-Angebotes aus dem Facebook-Konzern.
Vier der fünf populärsten Kanäle kommen aus dem Hause Facebook und fast 90 Prozent der befragten Deutschen nutzen mindestens einen dieser Dienste.

Trotz aller Unzufriedenheit über den mangelnden Datenschutz und der Verhängung sehr hoher Bußgeldzahlungen führt dies nur bei 40 % der Befragten zu einer aktiven Veränderung beim persönlichen Nutzerverhalten.

Die DS-GVO sollte auch privat „gelebt“ werden

Das Bestehen der DS-GVO alleine garantiert noch keinen ausreichenden Daten- schutz im privaten Bereich. Dafür ist die Datensammelwut insbesondere der dominierenden amerikanischen Digitalkonzerne viel zu stark ausgeprägt.

Der einzelne Nutzer kann aber über ein entsprechendes Verhalten auch seine Marktmacht ausüben, indem er z. B. vermehrt die Dienste von europäischen Anbietern nutzt, die datenschutzfreundliche Voreinstellungen haben.
Auch ein gesundes Misstrauen gepaart mit einer entsprechenden Vorsicht beim Umgang mit seinen eigenen persönlichen Daten erhöht das Datenschutzniveau nachhaltig.

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Quelle:

https://www.datensicherheit.de/aktuelles/umfrage-brabbler-ag-thema-privatsphaere-33597

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